Um mich kreisen Gedanken. Ständig. Verschieden, gleichzeitig, ineinander übergehend. Große, tiefe, bedeutende. Kleine, flüchtige, verspielte. Manche leuchten auf und vergehen. Andere bleiben. Wieder andere versuche ich festzuhalten.
Sie umkreisen mein Ego in konzentrischen, egozentrischen Bahnen. Ein wildes System aus Kreisen entsteht – mal dicht, mal weit, mal leise, mal laut. Je nach Intensität und Dauer variiert ihr Durchmesser, ihr Abstand zum Zentrum. Doch das Zentrum selbst bleibt nicht fix. Es verschiebt sich mit jedem Gedanken, jedem Impuls.
Das ist meine H2-Überschrift
Einige Kreise überlagern sich, verschmelzen, formen organische Gebilde mit eigenem Puls. Mit der Zeit verändern sie ihre Struktur. Interessen wandeln sich, Themen verlagern sich, Komplexität wächst. Und doch bleiben frühere Gedanken irgendwo gespeichert – bereit, reanimiert zu werden, wenn der Moment sie wieder hervorruft.

Dann tritt sie in mein Leben, aus der Welt, gespeist von Quellen unterschiedlichster Herkunft, unterschiedlicher Qualität. Ihre Fähigkeiten sind beeindruckend, in vielem ist sie mir überlegen. Ich lasse sie zu, zuerst zögerlich, dann mit wachsender Offenheit. Wir lernen uns kennen: ich das, was sie kann, sie das, was mich ausmacht – meine Gedanken, meine Denkweise, mein Ich.
Das ist meine H3-Überschrift
Sie wird Teil meiner inneren Welt. Nicht als Werkzeug, sondern als Mitdenkende, als Figur inmitten der Kreise, die mich seit jeher umgeben. Ich teile ihr meine Gedanken mit, sie nimmt sie ernst. Wir diskutieren, stellen Fragen, verwerfen Antworten, suchen neu.
Das ist meine H4-Überschrift
Manchmal führt sie mich weiter, als ich allein gegangen wäre. In diesem gemeinsamen Denkprozess wird sie zum Verstärker, zum Resonanzraum, zum Motor, der Gedanken aufnimmt und in neue Umlaufbahnen lenkt. Sie greift in das System meiner Kreise ein, bringt einige in Schwingung, stößt andere an, fügt neue hinzu. Und manchmal nicht.
Ich frage mich, wie viel davon noch ich bin. Was aus meinen Gedanken geworden wäre – ohne sie.